Modul II

Biokinemtisches Beweglichkeitstraining Modul III


Rumpf und Brustkorb

Der Rumpf wird in vier verschiedene Abschnitte unterteilt: Brustkorb, Bauch, Rücken und Becken. Folgende Bewegungen können durchgeführt werden: Nach vorne beugen und rückneigen, zur Seite neigen, rotieren, sowie alles in Kombinationen miteinander.

Die knöcherne Grundlage der Brust ist der Brustkorb. Dieser umgibt die Brusthöhle mit den Organen. Der Brustkorb besteht aus dem Brustbein, den Rippen und der Brustwirbelsäule.2 Zudem ist der Brustkorb, genauer gesagt die Bauch- und Zwischenrippenmuskulatur, als Atemmuskulatur tätig.

Schulter und Schultergürtel

Das Schultergelenk ist ein Kugelgelenk. Es wird vom Oberarmknochenkopf und der Gelenkfläche des Schulterblattes gebildet.4 Dieses Gelenk ist vor allem durch die Muskulatur gesichert und die Bewegungen werden kaum durch knöcherne Strukturen eingeschränkt. Somit ist es das beweglichste Kugelgelenk des Körpers.

Bewegungen, zu denen das Schultergelenk fähig ist, sind das Abspreizen und Heranführen, das Vorführen und Rückführen, sowie Drehbewegungen nach innen und nach aussen.

Einen wesentlichen Beitrag zur Beweglichkeit leisten die beiden anderen Teilgelenke des Schultergürtels: Das Schulterdach-/Schlüsselbeingelenk (A/C-Gelenk) und das Brustbein-/Schlüsselbeingelenk (S/C-Gelenk). Durch deren Beweglichkeit werden die Positionen von Schlüsselbein und Schulterblatt verändert.

Praktisch ist davon auszugehen, dass kaum eine Bewegung des Armes auf eine alleinige Bewegung des Schultergelenkes zurückzuführen ist.6 Bei der Bewertung von Beweglichkeitseinschränkungen ist daher das Zusammenspiel der ganzen Gelenkgruppe mit zu berücksichtigen.

Arm: Vom Ellenbogen bis zur Hand

Die Bewegung des Armes ist in allen drei Ebenen und Achsen möglich: Beugen-Strecken, Abspreizen-Anziehen und Rotieren.

Im Ellenbogengelenk stehen Oberarmknochen, Speiche und Elle miteinander in Verbindung. Dies in drei einzelnen Gelenken: Dem Gelenk zwischen Oberarmknochen und Elle, dem Gelenk zwischen Oberarmknochen und Speiche und dem körpernahen

Gelenk zwischen Elle und Speiche. Im Ellenbogengelenk sind die Beugung und Streckung des Unterarms zum Oberarm und das Umwenden des Unterarms möglich.

Die Muskulatur der Hand ist sehr komplex. Ein Grossteil der dreiunddreissig Muskeln liegt im Unterarm und entsendet lediglich seine Sehnen in die Hand. Kleine Muskeln liegen zwischen den Mittelhandknochen. Die Handfläche bzw. der Handteller ist durch eine robuste Sehnenplatte geschützt und erlaubt somit einen kraftvollen Griff.

Es gibt zwei verschiedene Griffarten: den Kraftgriff und den Präzisionsgriff. Die Wahl des Griffes richtet sich nach Grösse, Masse und Gestalt des Objektes.
Der Kraftgriff wird für schwere und grössere Objekte genutzt. Der Präzisionsgriff dagegen
für kleine oder zerbrechliche Gegenstände und feine Instrumente.

Die Haut der Hand und besonders der Fingerbeeren ist sehr reich an verschiedenen Rezeptoren (Messfühler). Dies ermöglicht eine hohe Sensibilität des
Tastsinnes. In der Handinnenfläche nehmen 17.000 Fühlkörperchen (140 pro cm2) Druck-,

Bewegungs- und Vibrationsreize auf.




empty