KURS 🎓ARMROTATION-LIEGEND
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Hintergrund & Problematik
Hauptursachen sind:
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Verkürzte Brustmuskulatur und eingeschraenkte Beweglichkeit der Schultergelenke.
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Fehlhaltungen im Alltag (viel Sitzen, Rundrueckenhaltung, Innenrotation der Schultern).
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Verkuerzungen in der Rippenmuskulatur (Intercostalmuskulatur), die die dynamische Bewegung des Brustkorbs einschraenken.
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Einseitige Belastungen, mangelnde Rotation im Oberkoerper und geschwaechte Gegenspieler in der Muskelkette Arm–Schulter–Brustkorb.
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Flache Atmung, eingeschraenkte Brustkorbausdehnung und damit verminderte Sauerstoffaufnahme.
Die Folge:
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Verminderte Rotationsfaehigkeit von Arm und Schulter.
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Schmerz- oder Spannungssymptome im Brustkorb, zwischen den Schulterblaettern oder an der Schultervorderseite.
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Eingeschraenkte Atemqualitaet und verringerte Leistungsfaehigkeit.
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Dysbalancen in der Muskelkette, was langfristig zu Gelenkfunktionsstoerungen und Arthrose fuehren kann.
2. Ziel des Kurses
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Wiederherstellung der natuerlichen Arm- und Schulterrotation in Rueckenlage.
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Aktivierung und Verbesserung der Beweglichkeit der Intercostalmuskulatur.
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Foerderung einer dynamischen Brustkorbbewegung und einer tieferen Atmung.
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Verbesserung der Schulterfuehrung und der Oberkoerperaufrichtung.
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Reduktion von Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich.
3. Übungsprinzip
Die Armrotation erfolgt in Rueckenlage, wobei Rippen und Brustkorb gezielt stabilisiert werden.
Die Bewegung entsteht aus der Rotation des Armes in der Schulter, kombiniert mit einer bewussten Atemtechnik:
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Tief gegen den Widerstand atmen (Einatmung).
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Spannung bewusst halten.
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Kontrolliert gegen den Widerstand ausatmen.
Die Intercostalmuskulatur wird so aktiv in die Laenge trainiert, was ein Grundprinzip der Biokinematik ist.
4. Kursinhalte
Theoretischer Teil:
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Aufbau und Funktion der Rippen- und Schultergelenksmuskulatur.
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Biokinematische Grundlagen: Muskelketten, Laengentraining, Atemmechanik.
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Ursachen von Schulter- und Brustkorbeinschraenkungen.
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Zusammenhang zwischen Atmung und Rippenbeweglichkeit.
Praktischer Teil:
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Armrotation in Rueckenlage Schritt fuer Schritt.
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Atemtechnik unter Belastung.
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Individuelle Korrekturen und Koerperwahrnehmung.
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Progressionen und Varianten fuer unterschiedliche Koerperniveaus.
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Arbeiten mit flexiblem Widerstand (5–30 kg).
5. Übungsbeispiel – Armrotation-liegend (Kurzform)
Ausgangsposition:
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Rueckenlage, Beine gestellt oder lang, je nach Komfort.
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Eine Seite des Brustkorbs/Rippenbogens wird gegen eine feste Unterlage stabilisiert (z.B. Boden).
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Der zu trainierende Arm liegt seitlich ausgestreckt, Handflaeche zeigt nach oben.
Bewegung:
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Den Arm langsam und kontrolliert nach aussen rotieren.
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Gleichzeitig tief einatmen – gegen den Widerstand.
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Spannung bis zum Punkt halten, an dem es intensiv wird, aber sauber bleibt.
Atmung & Anstrengung:
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Einatmen so lange wie moeglich.
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Spannung bewusst halten, Intercostalmuskulatur maximal anstrengen.
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Langsam und kontrolliert ausatmen – ebenfalls gegen das Gewicht.
Dauer:
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2–5 Minuten oder bis zur Muskelermuedung.
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Bei Schwindel: Atmung auf 5–10 Wiederholungen reduzieren, spaeter steigern.
6. Erwartete Effekte
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Deutlich verbesserte Brustkorbbeweglichkeit.
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Freiere Atmung und mehr Atemtiefe.
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Reduktion von Schulter- und Brustkorbschmerzen.
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Mehr Bewegungsumfang der Schulterrotation.
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Reduzierte Verspannungen im oberen Ruecken.
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Aktivierung der gesamten funktionellen Muskelkette Arm–Schulter–Brustkorb.
7. Besonderheiten
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Die Uebung wirkt ueber die Mechanorezeptoren der Muskulatur, nicht ueber passives Stretching.
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Durch die Atemtechnik entsteht eine tiefe, gezielte Aktivierung der Intercostalmuskulatur.
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Die Rotation erfolgt nicht im Ellenbogen, sondern in der Schulterachse.
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Wichtig: Bauch, Gesicht und Nacken bleiben locker.
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Schwindel ist ein Zeichen fuer hohe Atemaktivitaet – nicht fuer Gefahr.
8. Illustrierte Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Korrekturtipps
1. Ausgangsposition
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Lege dich in Rueckenlage auf eine Matte.
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Beine entweder aufgestellt oder lang ausgestreckt.
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Eine Rippenseite wird bewusst gegen den Boden fixiert (leichter Druck nach unten).
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Der zu trainierende Arm liegt seitlich am Koerper, Handflaeche nach oben.
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Schultern entspannt, Nacken lang, Bauchdecke locker.
Korrekturtipps:
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Wenn die Schultern hochgezogen sind: bewusst nach unten sinken lassen.
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Lendenwirbelsaeule bleibt neutral, nicht ins Hohlkreuz gehen.
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Rippen fixieren heisst: nicht pressen, sondern stabil halten.
2. Bewegung – tiefe Einatmung
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Den Arm langsam aus der Schulter heraus nach aussen rotieren.
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Handflaeche dreht Richtung Boden, Ellenbogen bleibt gestreckt oder locker durchgestreckt.
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Gleichzeitig tief einatmen, Atem gegen den Brustkorb lenken.
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Spueren, wie die Intercostalmuskulatur gegen den Widerstand arbeitet.
Korrekturtipps:
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Die Bewegung darf NICHT aus dem Ellenbogen kommen.
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Nicht den Kopf verdrehen – Nacken bleibt lang.
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Atme nicht flach in den Hals, sondern tief in die Rippen.
3. Haltephase – Anspannung
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Die Endposition der Aussenrotation halten.
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Spannung bewusst im Rippen- und Schulterbereich aufbauen.
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Atem so lange wie moeglich halten, ohne Druck im Kopf.
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Rippen bleiben stabilisiert, Arm bleibt in Aussenrotation.
Korrekturtipps:
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Kein Gegenspannen im Nacken oder Gesicht.
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Lockere Bauchdecke – nicht anspannen.
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Achte darauf, dass der Arm nicht unkontrolliert nach oben zieht.
4. Langsam ausatmen
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Nun langsam und kontrolliert ausatmen, weiterhin gegen den Widerstand.
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Arm bleibt in seiner maximalen, stabilen Aussenrotation.
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Atmung fliessen lassen, Brustkorb bleibt aktiv.
Korrekturtipps:
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Vermeide ruckartige Atembewegungen.
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Bei Schwindel: Atemvolumen reduzieren und spaeter wieder steigern.
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Kopf und Kiefer locker halten.
5. Wiederholungen
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Dauer je nach Trainingsstand: 2–5 Minuten oder bis zur Muskelermuedung.
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Bei Schwindel oder Atemdruck: 5–10 Atemzuege reichen – spaeter steigern.
6. Hauefige Fehler und ihre Korrekturen
❌ Rippen werden nicht fixiert → leichter Druck der Rippenseite Richtung Boden
❌ Bewegung kommt aus dem Ellenbogen → Rotation entsteht in der Schulter
❌ Flache Atmung → Atem tief in die Rippen lenken
❌ Schultern hochgezogen → bewusst senken
❌ Bauch angespannt → locker lassen, um Rippenbewegung nicht zu blockieren