KURS 🎓HOLZKELLE
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Hintergrund & Problematik
Die Fuss- und Zehenmuskulatur bildet eine zentrale funktionelle Muskelkette, die sich vom Vorfuss über den Unterschenkel bis hinauf zu Knie, Hüfte und Becken erstreckt. Einschränkungen im Bereich der Fussmuskulatur beeinflussen daher immer auch die Beinachse und Kniebelastung.
Viele Beschwerden entstehen aufgrund von:
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verkürzten, verkrampften oder abgeschwächten Fuss- und Zehenmuskeln
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einseitigen Alltagsbelastungen und Schuhwerk, das natürliche Bewegungen verhindert
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mangelnder Anpassungsfähigkeit des Fussgewölbes
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kompensatorischen Fehlbewegungen bis hinauf zum Knie
Hauptursachen (bezogen auf Knie-nach-aussen-Problematik):
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Verkürzte Muskeln im Bereich der Mittelfussknochen
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Fehlbelastung durch falsche Fussstellung
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Instabilität oder mangelnde Kraft in der dorsalen und plantaren Fussmuskulatur
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Blockaden oder myofasziale Schmerzpunkte entlang der Mittelfussknochen
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Bewegungs- und Kraftungleichgewichte in der funktionellen Muskelkette der Beine
Die Folge:
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Knie weichen nach aussen aus (Kompensation)
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Krallenzehen / Spreizfuss / Knickfuss können begünstigt werden
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Verspannungen und Schmerzen an Fusssohle, Wade, Knie, Hüfte
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Funktionelle Blockaden der gesamten Beinachse
Die Übung Holzkelle wirkt hier gezielt, da sie entlang der Mittelfussknochen tonusregulierend wirkt und damit die gesamte Kette von unten her entlastet. Sie ist laut Modul 1 ausdrücklich eine der Hauptübungen bei Krallenzehen und Fussfehlstellungen .
2. Ziel des Kurses
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Wiederherstellung der natürlichen Beweglichkeit und Länge der Fussmuskulatur
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Lösen myofaszialer Schmerzpunkte entlang der Mittelfussknochen
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Verbesserung der funktionellen Beinachse → besonders Verhindern des Knie-nach-aussen-Wegdriftens
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Förderung eines stabilen, belastungsfähigen Fussgewölbes
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Verbesserung der Gangsicherheit und Standstabilität
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Reduktion fuss-, knie- und hüftbedingter Schmerzen
3. Übungsprinzip
Die Holzkelle ist eine biokinematische Druckpunkttechnik, die:
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den Fuss entlang aller fünf Mittelfussknochen bearbeitet
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mittels Körpergewicht Druck auf verhärtete, schmerzhafte Triggerpunkte gibt
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wartet, bis der Schmerz spürbar nachlässt (Umschaltpunkt → Tonusregulation)
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die Muskelkette aktiv in die Länge verändert
Dies entspricht dem biokinematischen Grundprinzip:
➡ Anstrengen – Wahrnehmen – Umbauen
4. Kursinhalte
Theoretischer Teil
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Anatomie der Fusssohle & funktionelle Muskelketten
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Zusammenhang: Fussfunktion – Knieachse – Hüfte – Becken
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Wie verkürzte Fussmuskeln Kniebeschwerden verursachen können (Modul 2)
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Rolle der Mittelfussknochenpunkte bei Krallenzehen und Zehenfehlstellungen
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Warum Muskelverkürzung Schmerzen verursacht (Coop-Artikel)
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Kontrolle der eigenen Fuss- und Zehenstellung
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Bedeutung von Schuhwerk & Untergrund für Fussfunktionen
Praktischer Teil
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Einführung in die richtige Körperhaltung (Knie lang strecken, Becken über dem Fuss, Oberkörper aufrecht)
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Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Holzkelle
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Variation: Knie leicht nach aussen führen, um die äusseren Linien des Vorfusses besser zu erreichen
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Selbstkontrolle und Feedbackschlaufen
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Integration in Alltag und Gehen
5. Übungsbeispiel
Die Holzkelle wirkt entlang der seitlichen Mittelfussknochen, die besonders Einfluss auf Knieachse und Aussenrotation haben.
Beispiele:
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Druckpunkt entlang des 4.–5. Mittelfussknochens → Knieaussenrotation reduziert
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Druckpunkt entlang der Innenseite des 1.–2. Mittelfussknochens → Stabilität der Beinachse
Beschreibung gemäss Modul 1 (Ausführung Holzkelle) :
„Holzkelle seitlich an den Mittelfussknochen führen.
Durch Verlagerung des Körpergewichts Druck auf Schmerzpunkt ausüben, warten bis der Schmerz nachlässt.
Auf diese Weise beidseitig entlang aller fünf Mittelfussknochen Druckpunkte lösen.“
6. Erwartete Effekte
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Reduktion der Spannung in Fusssohle, Wade und Knie
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Verbesserung der Beinachse (Knie stabilisiert sich nach innen statt nach aussen wegzukippen)
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Entlastung der Zehen → besonders bei Krallenzehen
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Stärkung und Reaktivierung der gesamten Fussmuskulatur
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Bessere Balance, Gangsicherheit und Standstabilität
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Abnahme von Knieschmerzen, Hüftverspannungen und Beschwerden im unteren Rücken (funktionelle Kette)
7. Besonderheiten
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Die Übung ist nicht dynamisch, sondern druckregulierend
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Schmerzen sind erwünscht, solange sie „logisch“ sind und nachlassen
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Kein Krallen der Zehen
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Der Druck soll aus dem Körpergewicht kommen – nicht aktiv „drücken“
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Knie sollen hinten lang bleiben – kein Einsinken
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Die Holzkelle darf nicht auf knöcherne Strukturen (z. B. Zehengrundgelenke, Ferse) gesetzt werden
8. Illustrierte Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Korrekturtipps
Schritt 1 – Ausgangsposition
Holzkelle an den Mittelfuss setzen
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Holzkelle seitlich an den jeweiligen Mittelfussknochen führen (innen oder aussen)
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Druckpunkt langsam suchen
Korrekturtipps:
✔ Nur weiches Gewebe – nie auf Knochen
✔ Druckpunkt „sucht man“, nicht erzwingen
Schritt 2 – Knie leicht nach aussen öffnen
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Das Knie wird minimal nach aussen geführt
→ dadurch öffnet sich die laterale Linie des Vorfusses besser -
Das erleichtert das Finden der äusseren Druckpunkte
Korrekturtipps:
✔ Knie nur leicht öffnen (max. 5–10°)
✔ Beinachse bleibt gerade
✘ Kein Wegknicken aus der Hüfte
Schritt 3 – Druck aufbauen
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Körpergewicht langsam auf die Kelle verlagern
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Druck auf dem Schmerzpunkt halten, bis er nachlässt
Korrekturtipps:
✔ Schmerz soll „logisch“, punktuell und aushaltbar sein
✔ Atmen!
✘ Kein Zucken im Oberkörper → Zeichen von zu starkem Druck
Schritt 4 – Alle fünf Mittelfussknochen bearbeiten
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Von innen nach aussen arbeiten
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Jeden Punkt 20–40 Sekunden halten
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Schmerzen sollen mit der Zeit nachlassen
Korrekturtipps:
✔ Systematisch vorgehen
✔ Nicht zu schnell wechseln
Schritt 5 – Nachspüren und Beinachse testen
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Nach der Übung Knie beugen/strecken → Beweglichkeit prüfen
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Test: Knie fällt weniger nach aussen