KURS 🎓 TRAPEZIUS MUSKEL
Was dich erwartet:
Onlinekurs mit X Modul & XX Lektionen
Einfach umsetzbar ohne Equipments
Trainingsvideo mit Anleitung
PDF zum Downloaden
Zugriff auf deine Kurse / Inhalte 24/7
1x im Monat, ein kostenloses Webinar
Hintergrund & Problematik
Der Trapezmuskel gehört zu den zentralen Muskeln des Schultergürtels und ist essenziell für die Stabilität von Nacken, Schultern und oberem Rücken. Im Alltag ist er besonders störanfällig, da er:
Hauptursachen sind:
-
einseitige Belastung (Computerarbeit, Autofahren, Tätigkeiten vor dem Körper)
-
verkürzte Muskelketten im Bereich Hals/Schulter
-
chronischer Stress und reflexhafte Anspannung
-
mangelnde funktionelle Belastung (zu wenig Last tragen)
-
Fehlhaltungen und Zwangshaltungen
Die Folge:
-
Verspannungen, Druckschmerz, eingeschränkte Beweglichkeit
-
fehlerhafte Bewegungsbahnen, die zu muskulären Dysbalancen führen
-
erhöhte Schutzspannung (kybernetische Schutzfunktion), die weitere Bewegung einschränkt
-
Symptome wie Spannungskopfschmerzen, steifer Nacken, Schulterhochstand
Das Ziel des Trainings ist die funktionelle Reaktivierung des Trapezmuskels, nicht das klassische Krafttraining.
2. Ziel des Kurses
-
Wiederherstellung der funktionellen Beweglichkeit des Trapezmuskels
-
Reduktion von Schulter- und Nackenverspannungen
-
Harmonisierung der seitlichen Muskelketten
-
Verbesserung von Körperhaltung und Lastübertrag
-
Vermittlung von Selbsthilfetechniken im Alltag
-
Aufzeigen des Zusammenhangs zwischen Muskelketten und Schulter-Nacken-Beschwerden
3. Übungsprinzip
Die Übung basiert auf einem dynamischen Lasttraining mit einem Sandsack.
Wichtig ist nicht die Kraft, sondern die funktionelle Beanspruchung der Muskelkette, die:
-
den Trapezmuskel aktiviert
-
die Schulter stabilisiert
-
Fehlspannungen löst
-
Bewegungsbahnen neu reguliert
Zentral:
Der Muskel wird während des Tragens in die Länge gedrückt, während er gleichzeitig stabilisieren muss — das schafft die neuromuskuläre Umorganisation, die Verspannungen löst.
4. Kursinhalte
Theoretischer Teil
-
Anatomie des Trapezmuskels und seiner Funktion
-
Rolle der Muskelketten in der Biokinematik
-
Warum Muskelverkürzungen Schmerzen erzeugen
-
Funktionsstörungen des Schultergürtels verstehen
-
Bedeutung funktioneller Belastung (Tragen, Ausbalancieren)
-
Wie Sandsacktraining Muskelrezeptoren neu reguliert
Praktischer Teil
-
Einführung in die Sandsack-Trageübung
-
Korrekte Schulterposition
-
Sicheres Aufnehmen des Sandsacks
-
Aktivieren und „Entspannen in der Last“
-
Gehbewegung mit kontrollierter Stabilisierung
-
Seitenwechsel und Variationen
-
Eigenkontrolle & Wahrnehmungsschulung
5. Übungsbeispiel – Trapezius Muskel (Kurzform)
Ziel: Funktionelle Aktivierung und Entspannung des Trapezmuskels durch Lasttragen.
-
Gewicht: 10–40 kg, je nach körperlicher Konstitution
-
Sandsack muss fest gefüllt sein
-
Gehbewegung verstärkt die Muskelkettenaktivierung
-
Freie Hand dient nur zur Sicherung
Durchführung:
Sandsack 3–5 Minuten tragen, bis die Muskulatur sichtbar ermüdet und sich die Schulter auf der belasteten Seite senkt (Zeichen für Entspannung).
6. Erwartete Effekte
-
Lösung von Schulter- und Nackenverspannungen
-
Absenken der zuvor hochgezogenen Schulterschulter
-
Verbesserung der Haltung des Schultergürtels
-
Weniger Druckgefühl im Nacken
-
Harmonisierung der Bewegungsbahnen des Kopf-Hals-Schulter-Systems
-
Stabileres Gefühl im Oberkörper und beim Gehen
-
Verbesserte Fähigkeit, Lasten entspannt zu tragen
-
Zunahme der Muskelgeschmeidigkeit
-
Erhöhung der Beweglichkeit der gesamten seitlichen Muskelketten
7. Besonderheiten
-
Die Übung wirkt nicht über Dehnung, sondern über funktionelle Last und neuromuskuläre Regulation.
-
Ein „Absinken“ der Schulter zeigt eine erfolgreiche Lösung der Schutzspannung.
-
Lastaufbau erfolgt progressiv — Qualität vor Gewicht.
-
Die freie Schulter sollte locker hängen, niemals aktiv hochziehen.
-
Diese Übung eignet sich hervorragend zur alltäglichen Selbsthilfe.
-
Sie kann problemlos in Spaziergänge, Training oder Pausen integriert werden.
8. Illustrierte Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Korrekturtipps
Schritt 1 – Vorbereitung
-
Stelle dich hüftbreit aufrecht hin.
-
Stelle den Sandsack auf eine erhöhte Fläche (Fensterbrett, Tisch), um ihn rückenschonend auf die Schulter zu heben.
Korrekturtipp:
→ Vermeide Rundrücken beim Aufnehmen des Sandsacks.
Schritt 2 – Platzierung des Sandsacks
-
Lege den Sandsack mittig und stabil auf eine Schulter.
-
Der Sandsack soll fest anliegen, nicht weich zusammensacken.
Korrekturtipp:
→ Fühlt sich der Sack wacklig an, drücke ihn leicht mit der Hand in Position, ohne Last abzunehmen.
Schritt 3 – Ausgangsposition einnehmen
-
Stand hüftbreit, Knie locker gestreckt.
-
Schulter auf der belasteten Seite minimal anheben, damit sich der Sack setzt.
-
Die andere Schulter hängt locker und tief.
Korrekturtipp:
→ Keine aktive Anspannung im Nacken!
→ Die Schulter der freien Seite bewusst „schmelzen lassen“.
Schritt 4 – Aktivierung
-
Beginne langsam zu gehen.
-
Der Sandsack zwingt den Trapezius zur Stabilisierung und aktiviert den gesamten seitlichen Hals-Schulter-Komplex.
Korrekturtipp:
→ Schritt klein und ruhig, keine hastigen Bewegungen.
→ Kopf bleibt aufrecht, Blick nach vorne.
Schritt 5 – Stabilisieren
-
Die freie Hand hält den Sandsack nur leicht, um ein Herunterrutschen zu verhindern.
-
Der Trapezmuskel arbeitet jetzt reflexiv und funktionell — nicht über Kraft, sondern über Last.
Korrekturtipp:
→ Wenn die freie Hand den Sandsack stützt, nimm nicht zu viel Last ab.
→ Der Sandsack muss vom Trapezmuskel getragen werden.
Schritt 6 – Ermüdung abwarten
-
Trage 3–5 Minuten, bis leichte Ermüdung eintritt.
-
Beobachte, wie die Schulter auf der belasteten Seite sich senkt — Zeichen der Entspannung.
Korrekturtipp:
→ Wenn der Schmerz stechend wird, Gewicht reduzieren oder Pause machen.
→ Ermüdung ja – Schmerz nein.