BIOKINEMATIK BEWEGLICHKEITSTRAINING

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KURS 🎓 UNTERARM STRECKMUSKULATUR

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Hintergrund & Problematik

Hauptursachen sind:

  • Einseitige, monotone Belastungen im Alltag und Beruf
    (z.B. Computermaus, Tippen, Werkzeuggebrauch).

  • Überbeanspruchung der Streckmuskulatur am Unterarm – besonders der Finger- und Handgelenkstrecker.

  • Verkürzte Muskelketten entlang der dorsalen Unterarmseite, die funktionell bis in Schulter und Nacken weiterreichen.

  • Fehlspannungen durch Dysbalancen zwischen Beuger- und Streckermuskeln der Arme.
    (biokinematische Partnerlogik: Partnermuskelprinzip) .

  • Ungünstige Bewegungs- und Haltungsmuster (z.B. abgeknicktes Handgelenk beim Tippen oder Sport).

  • Mangel an aktiver Bewegungsamplitude in der Strecker-Kette (Arme → Handgelenk → Finger).

Die Folge:

  • Entstehung von Golferarm-Beschwerden (Epicondylopathia medialis), obwohl diese im Alltag meist durch Unterarmstrecker-Überlastung entstehen.

  • Schmerzen am Ellenbogen, Handgelenk oder Unterarm bei Belastung.

  • Kraftverlust beim Greifen oder Halten.

  • Kribbeln oder Einschlafen der Hände, aufgrund der funktionellen Kettenbeziehungen (z.B. Brustmuskulatur – Unterarm) .

  • Einschränkung der Bewegungsgeometrie → Störung der natürlichen Bewegungslinie der Hand/Finger.


2. Ziel des Kurses

  • Wiederherstellung der Bewegungsgeometrie und Länge des Unterarmstreckers.

  • Reduktion von Fehlspannungen entlang der gesamten Armstrecker-Kette.

  • Verbesserung der Beweglichkeit und Kraftkoordination im Ellenbogen- und Handgelenksbereich.

  • Prophylaxe und Therapieunterstützung bei:
    Golferarm, Handgelenkbeschwerden, Tennisarm, Kribbeln der Hände .

  • Vermittlung von biokinematischem Verständnis:
    „Was frei bewegen kann, schmerzt nicht.“


3. Übungsprinzip

Das Muskellängentraining (MLT) basiert auf:

  • Endpositionsarbeit: Die Muskelkette wird an ihr Bewegungsende geführt.

  • Aktive Anstrengung in die Länge, nicht passives Dehnen; der Muskel arbeitet exzentrisch und isometrisch gleichzeitig.

  • Reizsetzung an der schwächsten Stelle der Muskelkette, um Umbauprozesse anzuregen (serieller Einbau neuer Muskelfasern)
    – Grundlage aus Packiʼs Muskeltheorie .

  • Arbeiten gegen äusseren Widerstand in die Länge → bessere neuromuskuläre Steuerung.

  • Wahrnehmungsschulung: Lernen, den Strecker bewusst „in die Länge anzustrengen“.


4. Kursinhalte

Theoretischer Teil

  • Anatomie & Funktion der Unterarmstrecker.

  • Biokinematische Muskelketten:
    Hand–Unterarm–Ellenbogen–Schulter–Nacken.

  • Bedeutungen von funktionellen Gegenspielern (Beuger–Strecker-Logik) .

  • Warum Verkürzungen zu Schmerzen führen (Schmerz als Funktionsstörung der Bewegung) .

  • Zusammenhang zwischen Alltagsbelastungen, Dysbalancen und Beschwerden.

  • Prinzipien des Muskellängentrainings: Länge – Anstrengen – Wahrnehmen – Umbauen.

Praktischer Teil

  • Vorbereitung der Schulter-Arm-Achse (Mobilisation).

  • Technikschulung UnterarmSTRECKER.

  • Varianten für unterschiedliche Belastbarkeit.

  • Anwendung für Alltag/Sport (Computerarbeit, Handwerk, Tennis, Golfschwung).

  • Partnerfeedback & Wahrnehmungsübungen.


5. Übungsbeispiel

(Die konkrete Übung basiert auf dem Modul III – Unterarmstrecker, Seite 25)

Zielbereich:
Dorsale Unterarmmuskulatur, Handgelenkstrecker, Fingerstrecker, funktionelle Kette bis Schultergürtel.

Grundposition:

  • Stehend an der Wand

  • Arm lang nach vorne gestreckt

  • Finger zeigen nach unten

  • Handrücken oder Fingerspitzen an die Wand bringen (je nach Level)

Belastungsprinzip:

  • Reiz erfolgt durch Drehung des Körpers in die maximale Länge

  • Anstrengen bis die Streckmuskeln beginnen zu ermüden

  • Schultern und Nacken bleiben locker


6. Erwartete Effekte

  • Reduktion von Schmerzen am Ellenbogen (Golfer-/Tennisarm).

  • Verbesserte Beweglichkeit im Handgelenk und in den Fingern.

  • Verbesserte Kraft-Ausdauer-Leistung bei Greifarbeiten.

  • Entlastete Schulter- und Nackenmuskulatur (biokinematische Kettenwirkung).

  • Verbesserte Koordination zwischen Beuger- und Streckerseite.

  • Harmonisierung der Bewegungsgeometrie → freiere, schmerzfreie Bewegung.


7. Besonderheiten

  • Die Übung wirkt langkettig, nicht nur lokal.

  • Kribbeln oder Ziehen kann normal sein – aber nie in den Fingern taub werden lassen.

  • Der Effekt entsteht durch aktive Anstrengung, nicht durch Zug oder „Dehnen“.

  • Die grösste Verbesserung findet durch Regeneration nach dem Reiz statt (biokybernetischer Umbau).

  • Optimal für Personen mit PC-Arbeit, Handwerken, Kraftsport, Tennis, Golf.


8. Illustrierte Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Korrekturtipps

Schritt 1 – Ausgangsposition einnehmen

  • Stelle dich frontal zur Wand.

  • Strecke einen Arm lang nach vorne aus.

  • Drehe die Finger nach unten (Handrücken zeigt nach oben).

  • Lege Fingerspitzen oder Handrücken sanft an die Wand.
    Korrekturtipp:
    Schulter locker nach unten sinken lassen – kein Hochziehen!

Schritt 2 – Ellenbogen lang machen

  • Strecke den Arm vollständig, ohne zu überstrecken.

  • Spüre die erste Spannung am Unterarm.
    Korrekturtipp:
    Arm nicht beugen – je gerader, desto klarer wirkt die Länge.

Schritt 3 – Körperrotation zur Längendehnung

  • Drehe den Oberkörper leicht vom Arm weg.

  • Schritt seitlich machen, bis die Spannung deutlich zunimmt.
    Korrekturtipp:
    Bewegung soll aus dem Körper kommen, nicht aus dem Handgelenk drücken.

Schritt 4 – Anstrengen in die Länge

  • Drücke die Finger oder den Handrücken ganz sanft gegen die Wand.

  • Gleichzeitig „will der Arm länger werden“.

  • Anstrengung 20–30 Sekunden oder 3–5 Atemzüge halten.
    Korrekturtipp:
    Nacken lang lassen, nicht ins Hohlkreuz sinken.

Schritt 5 – Wahrnehmen & Nachspüren

  • Spannung lösen.

  • Arm locker hängen lassen, schwere Schwerkraft zulassen.

  • Beweglichkeit im Handgelenk prüfen.
    Korrekturtipp:
    Vergleiche rechte & linke Seite – sofortige Unterschiede sind typisch.

Schritt 6 – Optional: Intensivierung

  • Arm höher ausrichten (Überkopf)

  • Finger weiter nach unten drehen

  • Körper weiter rotieren
    Korrekturtipp:
    Immer in „klare Länge“, nie in Schmerz hinein arbeiten.

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